Probleme mit der Sehschärfe

Wenn wir nicht mehr richtig erkennen können, was wir ansehen, brauchen wir eine Brille. Täglich sprechen Menschen von Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Sie sind die verbreitetsten Sehprobleme in unserer Gesellschaft. Doch was passiert eigentlich dabei im Auge?

Aufbau des Auges:

Stellen wir uns vor, den Blick nach links zu wenden. Jetzt betrachten wir das Auge von der Hornhaut bis zum Sehnerv mit dem es im Gehirn verankert ist.

Zuerst ist da die Hornhaut, dann schließt die Iris – das Farbige des Auges – die Pupille ein. Sie wirkt außen schwarz und innen hell. Hinter dem “Hellen” befindet sich die Linse. Diese ist mit Muskelfasern an den Muskeln rund um den Augapfel befestigt. Der Augapfel selber wird als Glaskörper bezeichnet.

Auf ihr liegt ein Punkt, an dem wir am schärfsten sehen. Weiter unten haben wir eine Stelle, an der wir gar nichts sehen, den blinden Fleck.

Fachausdrücke für die einzelnen Bestandteile des Auges, die Ihnen in weiterführender Literatur begegnen werden sind Kornea für Hornhaut, Retina für die Netzhaut und Fovea für die Stelle des schärfsten Sehens.

So sehen wir Objekte:

Betrachten wir eine Kerze, werden die Lichtstrahlen, welche die Kerze reflektiert, auf die Hornhaut gelenkt. Durch diese gelangen die Strahlen durch die Pupille und von hier durch die Linse weiter ins Augeninnere.

Dabei werden die oberen und unteren Lichtstrahlen gekreuzt und umgekehrt auf die Netzhaut gelenkt. Die Flamme der Kerze ist unten.

Im Auge entsteht also ein umgekehrtes Bild. Erst durch die Weiterverarbeitung im Gehirn wird das Bild wieder umgekehrt.

Der Augapfel ist so geformt, dass unabhängig von der Pupillenöffnung – diese variiert mit der Helligkeit – und ungeachtet der Linsenkrümmung – sie ist abhängig von der Entfernung des Objektes – die Strahlen genau auf der Netzhaut ihr schärfstes Bild abbilden.

Ist der Augapfel verformt, beziehungsweise kann sich nicht entsprechend der Gegebenheiten formen, kommt es zu verschlechterter Sehschärfe.

Verformung bei Kurzsichtigkeit:

In diesem Fall ist der Augapfel zu lang. Die Lichtstrahlen, welche gebündelt durch die Pupille und die Linse sind, zeigen das Bild vor dem Auftreffen auf die Netzhaut. Der Brennpunkt sitzt zu weit vorne.

Mit den Strahlen, die auf der Netzhaut auftreffen ist das Bild schon vergrößert und damit verschwommen.

Bei Kurzsichtigkeit können weit entfernte Gegenstände also nicht scharf erkannt werden. Nahe Objekte hingegen werden besonders klar wahrgenommen.

Was passiert bei Weitsichtigkeit?

Hier ist der Augapfel verkürzt. Objekte, die nahe dran sind, können nur verschwommen wahrgenommen werden.

Das liegt daran, dass der Brennpunkt zu weit hinten liegt. Erst weit hinter dem Auftreffen der Strahlen auf der Netzhaut entsteht ein scharfes Bild.

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