Was ist der Unterschied zwischen ADS und ADHS?

Immer häufiger lautete die Diagnose bei Kindern ADHS. Leider liegen Ärzte damit nicht immer richtig. Kinder werden fälschlicherweise mit Ritalin behandelt – nicht immer ohne Folgen.
Was sind eigentlich ADS und ADHS? Warum wird die Diagnose so häufig gestellt und welche nicht medikamentösen Ansätze gibt es?

ADS ist die Abkürzung für das Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom. Dahinter verbirgt sich eine Verhaltensannomalie. Betroffene Menschen haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Dadurch sind sie oft nicht in der Lage, den täglichen Herausforderungen gerecht zu werden. Bereits im Kindergarten fällt ein Rückstand in der Lernkurve auf. Dies zieht sich durch die gesamte Schullaufbahn und mündet nicht selten darin, dass ADS-Patienten keinem geregelten Beruf nachgehen können.

Nicht nur Kinder können ADS haben. Auch Erwachsene können im Laufe ihres Lebens diese Verhaltensannomalie entwickeln. Ursächlich können sowohl psychische Störungen, traumatische Erlebnisse, Stress oder auch endokrine Dysbalancen sein.

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität. Diese Betroffenen können sich nicht nur nicht konzentrieren, sie sind auch dauerhaft hibbelig. Häufig zeigen sie außerdem eine niedrige Reizschwelle und damit einhergehendes aggressives Verhalten. Auch ADHS ist keine Kinderkrankheit.

Probleme mit der Diagnose ADHS

Glaubt man der Häufigkeit der Diagnose, könnte man nämlich genau davon ausgehen. Genauso wie von dem Eindruck, ADHS gäbe es erst seit 20 Jahren und wäre auf dem Wege, sich zu einer Volkskrankheit zu entwickeln.

Wenn Kinder nicht stillsitzen können und dem Unterricht nicht folgten, waren sie einfach ein Zappelphillip. Heute haben sie ADHS.

Übrigens kann eine gesunde, Zuckerarme Ernährung bereits nach kurzer Zeit eine Verhaltensverbesserung herbeiführen.

Ein gravierender Unterschied, welcher vor allem gut bei Schulkindern betrachtet werden kann ist:

Bei ADS sind die Mädchen und Jungen oft sehr still. Sie haben wenig bis keine Freunde und scheinen dauerhaft zu träumen. Ihnen wird oft vorgeworfen, sie würden sich für nichts interessieren, seien gleichgültig oder gar lethargisch. Kurzum, die Kinder scheinen introvertiert.

Bei ADHS geht es um das Gegenteil. Sie fallen immer und überall auf. Sie sind laut, hibbelig und mehr als präsent. Oft machen sie Sachen kaputt, weil sie Aufmerksam wollen. Eltern beschreiben ihre Kinder als nerv tötend und anstrengend.
Für Lehrer kann bereits ein ADHS Kind in der Klasse den Unterricht zu einem schwierigen Unterfangen machen.
Beide Krankheiten sind ernst zu nehmen. Medikamentöse Therapien begleitet von Konzentrationsübungen helfen den Patienten, am Leben normal teilzunehmen,
Werden die Krankheiten nicht behandelt, kann es später gar zu Drogenmissbrauch oder Depressionen kommen, weil sich die Betroffenen als Versager fühlen.

Ist Ihr Kind ein ADHS Kandidat?

Suchen Sie die Meinung mehrerer Ärzte. Beziehen Sie auch Verhaltenspsychologen ein, bevor Sie blind mit der Arzneigabe beginnen. Mit viel Geduld und Lernaufwand sowie Sport, Schlaf und richtiger Ernährung können Sie viele Symptome bereits in den Griff bekommen.

In speziellen Gruppen können die Betroffenen zudem Strategien lernen, wie sie ihrer Krankheit entgegenwirken können. Hier wird dann die Ursache bekämpft, statt die Symptome zu behandeln.

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